Dritte Innovationskonferenz

Berufskollegübergreifende Projekte und aktuelle Herausforderungen unterstreichen das erfolgreiche Voranschreiten der Netzwerkentwicklung in der Modellregion OWL

„Gemeinsam auf die zweite Hälfte des Schachbretts“ - mit diesem Bezug auf den Titel der dritten erfolgreichen Innovationskonferenz eröffnete Herr AD Uhlich von der Bezirksregierung Detmold die Tagung. Sie fand am 21. Dezember 2015 im Kreishaus in Herford von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr statt. Herr Landrat Müller des Kreises Herford richtete ein Grußwort an die geladenen Gäste - Schulleitungen, Schulträger und andere an beruflicher Bildung beteiligte Adressaten aus OWL. Frau Nolte und Herr Dr. Klieber von der IBB-Koordinierungsstelle führten durch das Programm.

InnokonRedner Web
Redner und Veranstalter bei der dritten Innovationskonferenz

Ein interessanter wissenschaftlicher Fachvortrag zum Thema „Innovationsarena 3i: Professionelle Bildungsgangarbeit zur individuellen Förderung, inklusiven Bildungsgangarbeit und sozialen Integration“ schloss sich der Einführung an. Herr Prof. Dr. Kremer von der Universität Paderborn zeigte in seinem Beitrag unter anderem auf, in welchem Spannungsfeld sich Berufskollegs im Rahmen der Qualifizierung junger Menschen und dem Anspruch, ein marktorientiertes Bildungsangebot zu schaffen, bewegen. So sei es einerseits Aufgabe der Berufskollegs, individuelle schulische Anpassungsprozesse in der Kompetenzentwicklung der Jugendlichen aus den Sekundarstufe-I-Bereichen zu leisten. Andererseits gäbe es den Anspruch aus der Arbeitswelt, eine gewisse Ausbildungsreife bzw. den Lernenden (erste) berufliche Handlungskompetenzen zu vermitteln. Des Weiteren zeigte Herr Prof. Dr. Kremer den inhaltlichen Schwerpunkt des Hochschulprojektes „Innovationsarena 3i“ auf; es unterstütze einzelne Berufskollegs aus dem Raum OWL, nachhaltige Konzepte zur Bewältigung der oben genannten Ansprüche zu entwickeln.

Das Interview zum „IBB – Stand der Entwicklung“ gab den interessierten Gästen der Innovationskonferenz einen Einblick in den aktuellen Stand der Netzwerkentwicklung aus der Sicht der drei IBB-Leitungsebenen

  • Schulträger, vertreten durch Frau Schoeder, Kreisdirektorin des Kreises Minden-Lübbecke, und Herrn Kuhlmann, Leiter des Eigenbetriebs Schule des Kreises Lippe;
  • Schulaufsicht, vertreten durch die Herren Bödeker und Pägel, Dezernat 45 der Bezirksregierung Detmold;
  • Schulleitungen der Berufskollegs, vertreten durch Herrn Czorny, Helene-Weber-Berufskolleg Paderborn und Herrn Freyer vom Ems-Berufskolleg Rheda-Wiedenbrück.

Im Rahmen des Interviews, das Frau Franke, IBB-Öffentlichkeitsarbeit, moderierte, wurde ein erstes Fazit deutlich. Das IBB böte eine gute Plattform des Informationsaustausches, der Kooperation könne so eine Systematik gegeben werden. Des Weiteren hätte sich die Leitungsebene auf einen konkreten Zielkatalog geeinigt, der im Januar 2016 verabschiedet werde. Auf dieser Grundlage könnten die weiteren Prozesse der Vernetzung und des Wissens- und Innovationstransfers im Sinne einer gemeinsamen Qualitätsentwicklung für die berufliche Bildung im Raum OWL gestaltet werden.

In der zweiten Hälfte des Tages standen die Präsentationen der IBB-Projekte im Mittelpunkt. Dabei handelte es sich aktuell um fünf Projekte:

  • Elektronisches Klassenbuch
  • Handlungsstrategien für Inklusionsprozesse an Berufskollegs
  • Initiative DugA
  • Umsetzung der neuen Lehrpläne für Kraftfahrzeugmechatroniker und der Mechatroniker für Zweiradtechnik unter Berücksichtigung der Elektromobilität/Hochvolttechnologien
  • Internationale Klasse
  • In Form von Workshops dokumentierten die Vertreterinnen und Vertreter von Berufskollegs aus schulträgerübergreifenden Bezirken den Gästen die IBB-Netzwerkentwicklung im Handlungsfeld Unterrichtsentwicklung.

Die Inhalte der laufenden Projekte des Schuljahres 2015/2016 waren in Form eines Museumsgangs erfahrbar:

  • Konzept zur Verbesserung der Ausbildungsvorbereitung/Berufseinstiegsphase unter dem Aspekt Industrie 4.0
  • Aufbau und Ausbau kultureller Bildung im Berufskolleg
  • Mobile Learning („M-Learning“)

Die interessierten Kolleginnen und Kollegen erhielten zahlreiche Anregungen für die eigene schulisch-unterrichtliche Arbeit, Synergien konnten so genutzt werden.

Die Fachtagung bot den Gästen auch die Möglichkeit zu einem Diskurs und Erfahrungsaustausch über ein aktuelles Thema. Unter dem Titel „Irgendwoher – Irgendwohin?“ moderierten Frau Wegener, Schulleiterin der Georgschule Paderborn, Herr Dr. Buder, Fachberater für Berufskollegentwicklungsplanung der Bezirksregierung Detmold, und Herr Grahl-Marniok, Stellvertretender Schulleiter des Friedrich-List-Berufskollegs, den Stand zur Situation jugendlicher Zuwanderer in Internationalen Klassen. Deutlich wurde, dass sich auch die Berufskollegs im Raum OWL mit Blick auf die Schulentwicklung dieser Herausforderung stellen müssen. Gerade dafür bietet das IBB Möglichkeiten der Zusammenarbeit, der Vernetzung und Synergieeffekte.

Zum Abschluss der Fachtagung fassten Herr Dr. Buder und Herr Pägel die Ergebnisse aus der Fachtagung zusammen. Herr Bödeker zeigte Konsequenzen für die Weiterarbeit im IBB für das Jahr 2016 auf und schloss die Veranstaltung mit einem Dank an alle Anwesenden für das gezeigte Interesse und Engagement.

Den zugehörigen Zeitungsartikel aus der "Neuen Westfälischen" vom 22.12.2015 können Sie durch Anklicken des Bildes lesen:

NW 22.12.15

Präsentationen / Abschlussberichte:

 

Bei der Innovationskonferenz wurden viele Fotos mit den Referenten und während der Workshops gemacht. Eine kleine Auswahl möchten wir Ihnen hier zeigen.

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